Zwei unterschiedliche Welten – Täter und Opfer

Die Opfer sind grundsätzlich die Leidtragenden: Häufig erleiden sie seelischen oder sogar körperlichen Schaden. Mitunter leiden sie sogar unter heftigen Traumatisierungen. Nicht selten tragen sie Langzeitschäden davon.

Häufig wird den Opfern Schuld bzw. Mitschuld an ihren Verletzungen zugeschrieben. Viele aber geben sich von vornherein selbst die Schuld an dem Geschehen. Kinder und Jugendliche, die eher als etwas ruhig, introvertiert oder inaktiv gelten, werden hauptsächlich angegriffen. Diese Kinder und Jugendlichen haben oft kein richtiges Selbstbewusstsein, sind ängstlich und sensibel. Meistens verheimlichen diejenigen, die Opfer von Gewalttaten werden, was geschehen ist. Sie haben Angst, von ihren Mitmenschen nicht akzeptiert oder sogar abgelehnt zu werden. Viele Opfer werden auch zusätzlich nach der Tat von den Tätern erpresst. Sie dürfen niemandem erzählen, was geschehen ist.

Die Täter-Perpektive

Die Absicht der Täter ist es, die Gewalt als Machtmittel zu benutzen. Sie sind oft gewalttätig, weil sie ihr eigenes mangelndes Selbstbewusstsein durch das Erniedrigen und Drangsalieren anderer Menschen aufwerten wollen. Im Gegensatz zu den Opfern versuchen die Täter, die Schuld von sich zu weisen und den Opfern zuzuschieben. Wenn die Täter auf ihre Gewalttaten angesprochen werden, reagieren sie oft mit einer spontanen Entschuldigung, ohne jedoch die Tragweite ihres Handelns zu verstehen. Sie suchen mit ihren Gewalttaten Aufmerksamkeit, die sie häufig auf andere Art und Weise nicht bekommen, beispielsweise weil sie aus problematischen Verhältnissen kommen und von ihren Eltern und Geschwistern keine Anerkennung erhalten. In einer Peer-Gruppe bekommen sie genau das, was sie in ihrer Familie vermissen: Halt, Schutz und Stärke. Außerdem können sie sich durch gewalttätiges Handeln Anerkennung und einen gewissen Ruf verschaffen.

Die Wahrnehmung der Opfer

Es gibt so gut wie keine sinnlosen Gewalttaten. Obwohl es auf den ersten Blick oft so aussieht, ist dieses sehr selten. Für die Opfer erscheinen diese Taten meist sinnlos, weil die Täter auf diesem Weg oft ihr Selbstwertgefühl steigern wollen und dies für die Opfer absolut keinen Sinn ergibt, warum es ausgerechnet sie „erwischt“. Dies ist natürlich verständlich, insbesondere, da die Opfer für die Probleme der Täter oftmals nichts können.

Warum werden Jugendliche gewalttätig?

Für viele Jugendlich, insbesondere männliche, sind Gewalttaten ein Männlichkeitsbeweis und von der Gesellschaft nicht verpönt. Zum Beispiel ist das Stehlen bei den Tätern sehr beliebt, weil sie durch diese Taten Anerkennung, Selbstverwirklichung und materiellen Wohlstand erreichen. Die Ursachen für diese Taten können sein, dass sie das Gefühl haben nicht dazuzugehören, emotionale Ausgrenzung und das Gefühl, keine beruflichen Perspektiven zu haben. Des Weiteren glauben sie, keine Chance auf echten Wohlstand zu haben. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen herrscht das starke Bedürfnis nach Anerkennung und Selbstbestätigung. Wenn dieses nicht gegeben ist, kommt es sehr häufig vor, dass Delikte wie zum Beispiel Stehlen verübt werden.

Die Regeln der Gewalt sind verblüffend einfach: Sie schafft Klarheit und Anerkennung und es gibt einen Gewinner wie Verlierer.47

Täter und Opfer Tipps

Trainingsmythen auf der Spur

Die Trainingswissenschaft hat sich entwickelt, neue Erkenntnisse verdrängen eingefahrene Trainingsabläufe und Vorurteile. Häufig entwickelt sich die Trainingswissenschaft aber zu langsam und wird gar nicht erst beachtet.
Es lohnt sich also, eingefahrene Trainingsabläufe zu analysieren, damit man nicht einem Mythos aufsitzt.

Trainingsmythos 1

„Die maximale Herzfrequenz im Training beträgt 220 – Lebensalter.“

Das stimmt nicht. Die Formel zur Berechnung der maximalen Herzfrequenz „220 – Lebensalter“ ist nur eine grobe Orientierungshilfe für die maximale Herzfrequenz. Die Zeitschrift „Sports Care“ führte Untersuchungen an 1533 Läufern und Triathleten im Alter von 18 bis 70 durch. Die Sportler ermittelten ihre maximale Herzfrequenz mit Hilfe eines speziellen Lauftests. Statistisch ließ sich aber nur ein schwacher Zusammenhang zwischen dem Lebensalter und der maximalen Herzfrequenz nachweisen. Die Abweichungen zur Beziehung „220 – Lebensalter“ war im Altersbereich von 20 bis 60 Jahren sehr groß. Die Abweichungen lagen 20 Herzschläge über oder unter der ermittelten Herzfrequenz.

Fazit: Die Intensitätsfestlegung für das Ausdauertraining sollte die real ermittelte, individuelle maximale Herzfrequenz berücksichtigen.

Trainingsmythos 2

„Die Fettverbrennung beginnt nach 30 Minuten.“

Das stimmt nicht. Die allgemeinen Angaben zum „Fat Burning“ sind sehr unterschiedlich. Oft wird behauptet, die Fettverbrennung würde beim Ausdauertraining erst nach 30 Minuten beginnen und bis zu diesem Punkt würden nur Glykogen verbraucht werden. Dies ist ein Irrtum, wenn die Belastungsintensität nicht beachtet wird. Auch bei keiner sportlichen Anstrengung verbrennt der Körper Fett. Wird die Belastung gesteigert, wie zum Beispiel beim Ausdauertraining, steigert sich auch von der ersten Minute an die Fettverbrennung.

Der Fettstoffwechsel ist allerdings stark vom Glukoseangebot im Körper beeinflusst. Werden zum Beispiel vor dem Training Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index eingenommen, ist der Fettstoffwechsel zu Beginn der Belastung unterdrückt. Erst wenn der Blutzuckerspiegel wieder fällt, nimmt die Fettverbrennung wieder zu.

Fazit: Der Glukoseabbau und der Fettsäurenabbau beeinflussen sich gegenseitig. Das eigentliche Fettstoffwechseltraining beginnt dann, wenn der Glykogenspeicher stark erniedrigt ist. Dies ist in der Regel nach 90 bis 120 Minuten Belastungsdauer der Fall.

Trainingsmythos 3

„Viel Training bringt viel.“

Stimmt nicht. Der Zusammenhang von Intensität des Trainings und einer Zunahme der Leistungsfähigkeit ist unumstritten. Es kann aber nur zu einer Leistungssteigerung kommen, wenn regelmäßig Erholungspausen eingelegt werden und das Training auf einem individuellen Beanspruchungsniveau erfolgt. In der Praxis wird dies aber oft nicht berücksichtigt. In Trainingscamps zum Beispiel wird 14 Tage lang an der körperlichen Leistungsgrenze trainiert, Pausen erfolgen nicht. Folgen: Das Immunsystem wird überlastet. Damit ist man nach dem Trainingslager auch anfälliger für Krankheiten und der gewünschte Trainingserfolg stellt sich nicht ein.

Fazit: Es kommt nur zu einer Leistungssteigerung, wenn systematisch Pausen in den Trainingsalltag eingebaut werden. Es sollte in einem Verhältnis von 2:1 trainiert werden. Das bedeutet, an zwei Tagen wird trainiert, dann ein Tag Pause. Bei Leistungssportlern sollte das Verhältnis 3:1 sein.

Trainingsmythos 4

„Muskelkater ist der Beweis für ein hartes und effektives Training.“

Das stimmt nicht. Wenn die Muskulatur im Training oder im Wettkampf durch ungewohnte oder extrem hohe Belastung übermäßig beansprucht wurde, kommt es nach ein bis zwei Tagen zu Schmerzzuständen, welche allgemein als „Muskelkater“ bekannt sind. Der „Muskelkater“ entsteht durch kleinste Verletzungen der Muskelfasern. Diese harmlose und zeitlich begrenzte Schädigung der Muskulatur ist ein Ausdruck der muskulären Überforderung.

Fazit: Das Training sollte so angepasst werden, dass beim normalen und gewohnten Training keine Muskelschmerzen entstehen. Man sollte auch die Effektivität des Trainings bedenken. Bei einem „Muskelkater“ muss erst einige Tage pausiert werden, bis man wieder normal trainieren kann. Man büßt wichtige Trainingseinheiten ein.

Das Tropical Islands Resort bei Berlin

Berlin liegt an der Südsee. Graue Tage, trübe Wetter, triste Stimmung. In mitteleuropäischen Breitengraden ist dies fast der Normalzustand. Kein Wunder, dass nahezu jeder Deutsche sich auf eine warme, freundliche und regenfreie Südseeinsel sehnt.

Doch echte Tropenparadiese sind fern und teuer – es sei denn, sie liegen in der Niederlausitz. Kaum eine Autostunde von Berlin entfernt, in Brand, geht das Tropical Islands Resort mit seinen Gästen auf eine bislang einzigartige „Kreuzfahrt“. In der größten freitragenden Halle der Welt entstand auf einer Fläche von 66.000 Quadratmetern ein Reiseziel mit ständigem Traumwetter und exotischen Attraktionen.


Bei konstanten 25°-28° Celsius taucht der Gast ein in die Welt der Tropen, sieht sich umgeben von exotischen Orchideen und Palmen. Da die Tropen keine Schließzeiten kennen, ist das größte Lifestyle-Resort in Europa täglich rund um die Uhr geöffnet. Immer wenn ein Zug am Bahnhof Brand stoppt, können die Gäste mit einem kostenlosen Shuttle zum Tropical Islands Resort und zurück fahren.

Für das Wohlbefinden der Urlauber sorgen rund 500 Mitarbeiter, darunter auch Menschen aus den Zielregionen in Asien, Afrika, Südpazifik, Südamerika und der Karibik. In ihrer Landestracht empfangen sie die Gäste und stecken mit ihrem Lächeln gestresste, wintermüde Europäer an. Die Vielfalt vom Tropical Islands Resort bietet jedem etwas.

Wer mehr über die Kultur der jeweiligen Gastregion erfahren möchte – alle drei Monate präsentiert sich ein neues Gebiet der Tropen -, besucht zuerst den Blumen- und Kunsthandwerkmarkt und lässt sich dann im tropischen Dorf von Künstlern und Musiktruppen in fremde Welten entführen.
Wer hingegen die Seele baumeln lassen möchte, den zieht es zum weißen Sandstrand. Von einem der 850 Liegestühle aus verliert sich der Blick im Horizont. Sonnenauf- und -untergänge spiegeln sich im Meer – eine täuschend echt wirkende Projektion und Entspannung pur.


Hinter dem Strand erhebt sich der Regenwald mit einer Vielfalt von über 500 Pflanzenarten. Einige der Bäume ragen bis zu 14 Metern in die Höhe, immerhin so hoch wie ein dreistöckiges Haus. Vom Regenwald aus ergießt sich ein Wasserfall in die balinesische Lagune.

Am Abend erlebt das Publikum eine fantastische Show auf einer der größten überdachten Wasserbühnen Europas (140 x 50 Meter). Neben dem Kultur- und Naturerlebnis locken Sport- und Erholungsangebote wie Yoga, Meditation, Wasser-Aerobic und Beach Volleyball. Für eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Kinderbetreuung ist ebenso gesorgt.

Das Urlaubsparadies ist ganzjährig und rund um die Uhr geöffnet. Zahlreiche konventionelle Besucherattraktionen öffnen dagegen saisonal nur sieben Monate im Jahr und zehn Stunden am Tag. In der Niederlausitz an der A13 gelegen, ist Tropical Islands Resort sowohl von Berlin aus (60 Kilometer) als auch von Dresden aus (100 Kilometer) bequem mit dem Auto zu erreichen. Die reichlich vorhandenen Parkplätze sind kostenfrei. Besuchern, die mit der Bahn anreisen, wird ferner ein kostenloser Shuttle vom Bahnhof Brand angeboten.

Die Autostadt Wolfsburg

Mit der Autostadt präsentiert sich der Volkswagen Konzern an seinem Stammsitz in Wolfsburg als weltoffenes und kundenorientiertes Unternehmen.
In dem Themenpark kann sich der Besucher einen Eindruck vom Know-how, der Leistungsfähigkeit und den Werten dieses Weltkonzerns verschaffen.


Zeitgleich mit der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover wurde die Autostadt am 1. Juni 2000 eröffnet. In einer 40 Hektar großen Lagunenlandschaft entstand in nur zwei Jahren Bauzeit ein einzigartiges Projekt.

Der Ursprung der Idee stammt von 1994, als die Volkswagen AG den Stammsitz des Unternehmens in Wolfsburg aufwerten und das Werk für Kunden und Öffentlichkeit öffnen wollte.

Im Zentrum der Autostadt steht ein sehr fundamentales Thema: die menschliche Mobilität, im physischen, virtuellen oder psychischen Sinne.

Die Autostadt führt die Besucher in eine neue Welt der Automobilität. Sie zeigt aktuelle Entwicklungen aus Technik und Design und lässt die Besucher teilhaben an den Visionen eines Weltkonzerns. Der automobile Themenpark öffnet sich dem Besucher auf harmonische Weise. Die neu erbaute StadtBrücke über den Mittellandkanal führt vom Wolfsburger Zentrum und vom ICE-Bahnhof direkt auf die Piazza, die große Empfangshalle im KonzernForum.


Hier beginnt der Weg durch die Autostadt – mit einem Tourguide oder ganz individuell. Von hier sind es auch nur wenige Meter bis zur KonzernWeltmit den Inszenierungen für die ganze Familie und dem Shop Metropol sowie Attraktionen, Installationen und Kinos: Die Werte des Konzerns, Qualität, Sicherheit, soziale Kompetenz und Umweltbewusstsein werden Besuchern emotional, z. B. mit einer rasanten virtuellen Reise in einem Simulator, und rational, wie im neu eröffneten CarDesignStudio im AutoLab, vermittelt.

Im Park der Autostadt präsentieren sich die Marken des Konzerns in sieben eigenen Pavillons die die jeweilige Markenphilosophie architektonisch und künstlerisch inszenieren und erlebbar machen. Liebevoll angelegte Wasser- und Grünflächen laden zum Ausruhen ein. Über eine Brücke geht es weiter zum gläsernen KundenCenter, wo die stolzen Besitzer ihren neuen Volkswagen in Empfang nehmen.

Gleich daneben ragen die beiden gläsernen, jeweils 48 Meter hohen AutoTürme in die Höhe. Sie symbolisieren den Prozess der Fahrzeugfertigung und sind Aufenthaltsort für die werksneuen Autos vor deren Auslieferung. Jeder der Türme fasst 400 Fahrzeuge, die über Fahrstühle in die freien Schächte der 20 Stockwerke transportiert werden.


Mit neuen und wechselnden Attraktionen wie dem MobiVersum, der Familienwelt für Kinder und Erwachsene, dem Dufttunnel von Olafur Eliasson, der im Frühjahr und Sommer eine künstlerische Verbindung von Kunst und Natur schafft oder dem ZeitHaus, das Meilensteine aus der über einhundertjährigen Geschichte des Automobils zeigt, bietet die Autostadt Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen gleichermaßen neue Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen.

Um Kinder und Jugendliche altersgerecht für die menschliche Mobilität zu interessieren, hat die Autostadt eine eigene Abteilung gegründet: Die Inszenierte Bildung. Sie koordiniert und erweitert dabei laufend das aktuelle pädagogische Programm, das den jungen Besuchern mittels handlungsorientierter und interaktiver Angebote näher gebracht wird.
Basis für die Bildungsarbeit mit Schulklassen ist das Niedersächsische Curriculum Mobilität im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium Niedersachsen und der Autostadt.


Als Gastronomie- und Hotellerie-Partner hat die Autostadt renommierte Dienstleister gewinnen können. Allein neun Restaurants – von international bekannten Designern entworfen – bieten Gelegenheit zur genussvollen Gourmetpause. Das Angebot reicht vom erlesenen Fünf-Gänge-Menü im „Chardonnay“ oder Premiumgerichte im „BEEFCLUB“ über vegetarische Angebote in der „Lagune Foodhalls“ bis hin zur typischen 50er Jahre Eisdiele „Cool and Creamy“. Im „Restaurant Pizza AMano“ können Kinder ihre Pizza selbst belegen.

Und wer in der parkartigen, von Wasserläufen durchzogenen Autostadt übernachten möchte, kann sich im Hotel „The Ritz-Carlton, Wolfburg“auf Fünf-Sterne-Niveau verwöhnen lassen. 174 Zimmer stehen zur Verfügung, davon 21 Suiten.